wassereintritt

Bei Druckluftscheibenbremsen ist Wassereintritt die häufigste Ursache für Garantiemeldungen – und der häufigste Grund für deren Ablehnung.

Selbst bei einer guten Wartungsroutine bleibt das Eindringen von Wasser in den Bremssattel für viele Endanwender von Druckluftscheibenbremsen eine Herausforderung, und meistens ist Wassereintritt über die Bremszylinder die Ursache.

Zum besseren Verständnis empfehlen wir Ihnen, sich das nachstehende Video anzusehen und dann diesen Artikel zu Ende zu lesen. Wenn Sie außerdem ein A4-Infoblatt zum Thema Wassereintritt herunterladen möchten, klicken Sie bitte
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Da Wassereintritt in den Bremssattel häufig über die Bremszylinder geschieht, muss dieser bei jeder Erneuerung eines Bremssattels oder im Rahmen regelmäßiger Wartungskontrollen inspiziert und überprüft werden.
Es gibt zwei Bereiche, die zu überprüfen sind: die Flanschdichtung am Bremszylinder (1) und die Stopfen am Gehäuse des Zylinders (2).

 

1. Am wichtigsten ist die Prüfung der Flanschdichtung, die an der Montagefläche des Bremszylinder sichtbar ist. Die vorstehende Dichtung muss am Gehäuse mindestens 3 mm überstehen und darf keine Beschädigungen oder Kerben aufweisen. Wenn diese Dichtung beschädigt ist oder nicht mehr funktioniert, nimmt die Bremse schnell dauerhaften Schaden durch Korrosion.

 
air chamber 3mm
 
Noch einmal: Die Druckstange muss vollständig gegen die Luftkammer abgedichtet sein, damit kein Wasser in die Bremse gelangen kann.
 

Nach der Überprüfung der Flanschdichtung ist der sichtbare Teil der Druckstange sorgfältig zu inspizieren. Wasser- oder Rostflecken an der Druckstange sind ein deutliches Zeichen dafür, dass die Druckstangendichtung/-manschette gerissen ist oder nicht richtig sitzt.

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Das Innere der Manschette und die Druckstange müssen wie in der nachstehenden Abbildung aussehen.
 
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2. Da der Bremszylinder zur Atmosphäre hin offen sein muss, ist es wahrscheinlich, dass sich Wasser im Bremszylinder befindet. Es empfiehlt sich jedoch, durch geeignete Maßnahmen die Menge an Schmutz und Wasser im Bremszylinder auf ein Minimum zu reduzieren, weil Wasser im Bremszylinder zum Rosten der Feder führen kann, die dann die innen liegende Manschette beschädigt. Dann kann das Wasser ungehindert aus dem Bremszylinder zum Bremssattel gelangen, was zu einem Ausfall des Bremssattels führt.

 

Setzen Sie immer Stopfen in die oberen Entlüftungsöffnungen des Bremszylinders (1) und halten Sie die unterste Entlüftungsöffnung frei, damit das Wasser abfließen kann (2). Ohne Schritt (2) wird sich im Bremszylinder (3) Wasser sammeln und Korrosion bilden.

 
Air Chamber 
 
Nachdem Sie die Stopfen kontrolliert haben, untersuchen Sie die Druckstange und den inneren Teil der Dichtung auf Beschädigungen oder Anzeichen von Wassereintritt durch die Manschette. Zur vollständigen Sichtprüfung des Inneren der Manschette ist eine Taschenlampe hilfreich. Nicht vergessen: Wenn die Druckstange Anzeichen von Korrosion aufweist (nachdem Sie das Fett abgewischt haben), ist wahrscheinlich die Manschette beschädigt.
 
Unten sehen Sie ein Beispiel für Korrosion in Bremszylinder, die zu einem Riss in der Manschette geführt hat.
 
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Was sind die Folgen, wenn die Bremszylinderdichtung beschädigt ist oder versagt? Die nachstehenden Fotos zeigen die entstandene Korrosion, nachdem die Bremsen mit einem Bremszylinder mit beschädigter Dichtung ausgestattet wurden.

Bei dieser Bremse wurde nach weniger als zwei Wochen Betrieb ein Fehler gemeldet – Wasser war durch die Bremszylinderdichtung eingedrungen und hatte zu einem elektrischen Fehler geführt, der in der Kabine als Signal für einen abgenutzten Bremsbelag angezeigt wurde.

 

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Häufiger kommt es jedoch vor, dass Wasser in die Bremse eindringt und wochen- oder monatelang unentdeckt bleibt, bis die Bremswirkung nachlässt. Das wird dann bei einer Inspektion oder Prüfung auf dem Rollenprüfstand festgestellt. Diese Bremse war mit einem Bremszylinder mit beschädigter Dichtung ausgestattet und ist nun ein Totalschaden.

 

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